Besondere
Indikationen im Fokus.

Essstörungen – Die Bedürfnisse des Körpers wahrnehmen

Wir begleiten Menschen auf dem Weg aus einer Störung des Essverhaltens hin zu Selbstakzeptanz, einer positiveren Selbstwahrnehmung und einem gesundheitsförderlichen Umgang mit Lebensmitteln. Patientinnen und Patienten mit Essstörungen sind in ihrem Alltags- und Berufsleben oftmals eingeschränkt, die Essstörung bestimmt das Verhalten und wird mehr und mehr zur Last. Unser Ziel ist es, Sie dabei zu unterstützen, Ihr Essverhalten bedarfs- und bedürfnisgerecht zu gestalten und so Freiräume für private und berufliche Perspektiven zu schaffen. Die Abspaltung des Körperlichen vom Erleben mit den entsprechenden Störungen der Körperwahrnehmung und -identität bedingt, dass wir einen Behandlungsschwerpunkt auf körperorientierte Verfahren legen: mit Körper- und Bewegungstherapie, Sporttherapie und Bewegung im Wasser sowie Entspannungstraining, Yoga und Meditation. Diese therapeutischen Ansätze fördern die Integration von Leib und Seele und dienen als Werkzeuge zur Bewältigung problematischer Lebenssituationen. Ergänzend unterstützen Kreativ- und Ernährungstherapie mit Informationsveranstaltungen, Beratungen, therapeutischen Mahlzeiten und Einzel- sowie Gruppenpsychotherapie die Behandlung.

Die Therapie von Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Esssucht mit Adipositas) ist seit 15 Jahren einer der Behandlungsschwerpunkte der Psychosomatischen Abteilung in der Fontane-Klinik. Zur Behandlung dieser Erkrankung mit Suchtcharakter liegt ein umfassendes Behandlungskonzept unter Einbeziehung auch komorbider Störungen (stoffgebundene Süchte, Traumafolgestörungen, Angsterkrankungen usw.) vor und wird von einem multiprofessionellen Team umgesetzt.

Unsere Klinik ist seit 4 Jahren aktiv am Aufbau des Netzwerkes Essstörungen Berlin-Brandenburg beteiligt. Im Netzwerk arbeiten die verschiedenen Berliner und Brandenburger Einrichtungen wie Kliniken, Reha- Kliniken, Therapeutischen Wohngruppen, Beratungseinrichtungen und Praxen zusammen, damit Menschen mit Essstörungen schnell die Wege zu guten Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten finden können(Link: http://netzwerk-essstoerungen.berlin/).

Flyer Essstörungsbehandlung
Flyer Adipositasbehandlung

BIPOLARE STÖRUNGEN – EIN GUTES LEBEN ZWISCHEN DEN EXTREMEN

Wir unterstützen Menschen mit bipolaren affektiven Störungen bei ihrer Balance zwischen zwei Stimmungsextremen, dem manischen Hoch und dem depressiven Tief. Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten auf, einen ausgleichenden Weg zur Mitte zu finden. Im Rahmen unseres Psychose-Psychotherapiekonzepts bieten wir Ihnen den Erfahrungsaustausch mit Peers (Gleichgestellter, Ebenbürtiger), Psychoedukation u. a. zum Umgang mit Frühwarnzeichen und Krisenplänen, zum Stimmungskalender und zu stimmungsstabilisierenden Psychopharmaka; wir informieren u. a. zur DGBS e. V. (Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen) und zu Selbsthilfegruppen. Auf diese Weise fördern wir nachhaltig einen kreativen Umgang mit Bipolarität fern von Scham und Selbstvorwürfen.

PSYCHOSEN – STARK DURCH ERFAHRUNGEN

Unser Prinzip ist es, psychoseerfahrene Menschen in ihrer Ressourcenorientierung zu unterstützen und sie an der Entscheidungsfindung aktiv auf Augenhöhe zu beteiligen. Dabei nutzen wir das Vulnerabilitäts-Stress-Modell (Vulnerabilität = Verletzlichkeit), sowie die Recovery- und Resilienz-Konzeptionen als hilfreiche Brücken. Unser spezifisches Psychotherapieangebot ermöglicht Ihnen durch vertiefenden Erfahrungsaustausch mehr Wissen und bezieht im Trialog Angehörige und andere Bezugspersonen mit ein. Eine individuelle Psychoedukation hilft Ihnen Ihre Psychoseerfahrung in die eigene Biographie zu integrieren und sich wieder sicherer und wohler im Leben zu fühlen.