Besondere Angebote

Eltern-Kind-/Familien-Therapie

Bei Patientinnen und Patienten mit Familien gilt unsere besondere Aufmerksamkeit der Gestaltung eines positiven Miteinanders. Machen Ihnen Verhaltensauffälligkeiten Ihrer Kinder Sorgen, beraten wir Sie gern. Um den familiendynamischen Aspekt in die Behandlung zu integrieren, werden in der Fontane-Klinik Begleitkinder (vom Babyalter bis 12 Jahre) zur Rehabilitation mit aufgenommen. Eine gesonderte Kostenübernahme seitens des Leistungsträgers ist für die Mitaufnahme erforderlich und wird auf Antrag gewährt (Antrag „Übernahme der Kosten im Rahmen der Haushaltshilfe“). Vor Vereinbarung eines konkreten Aufnahmetermins führen wir ein Gespräch mit Ihnen und Ihren Kindern. Diese wohnen bei Ihnen im Familienbereich. Für die gemeinsame Freizeitgestaltung stehen optimale Bedingungen wie Spielplätze, Schwimm- und Sporthalle, Kleintierzoo und weitere Angebote zur Verfügung.

Fontane-Klinik Kindertagesstätte „Schwalbennest“

Von Montag bis Freitag (von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr) werden die Kinder von ausgebildeten Erzieherinnen und Erzieher in unserer klinikeigenen Kindertagesstätte „Schwalbennest“ betreut. Diese bietet einen herrlichen Blick auf die malerische Natur der Umgebung und liegt in der Nähe des Töpchiner Sees mit seiner interessanten Tierwelt – ideale Bedingungen für die Arbeit mit Kindern jeder Altersstufe. Grundschulen, weiterführende Schulen oder Förderschulen liegen in benachbarten Ortschaften. Während der Brandenburger Schulferien bieten wir ein vielseitiges Ferienprogramm an, das neben sportlichen Aktivitäten, Geländespielen und kreativen Beschäftigungen auch Fahrten in die nähere Umgebung und Kinobesuche umfasst.

Rückfallpräventionstraining (RPT)

Reduktion der Rückfallwahrscheinlichkeit und erfolgreicher Umgang mit „Ausrutschern“ sind die Hauptziele des RPT. Es wendet sich an Patientinnen und Patienten, die sich am Ende ihrer Therapiezeit befinden und an alle, für die Rückfall ein zentrales Thema darstellt (z. B. bei Auffangbehandlung oder Therapiewiederholern). Das Training ist auf eigeninitiative Arbeitshaltung („Selbstkontrolle“) ausgerichtet: In den 14 Tagen des RPT setzen Sie sich mit der Begründung Ihrer Abstinenzentscheidung auseinander und beschäftigen sich differenziert mit Risikobereichen und dem Verlangen. Auch soziale Kompetenzen zur Risikobewältigung werden gefördert. Neben diesen präventiven Übungen soll die Rückfallmöglichkeit nicht ausgeblendet, sondern ein Notfallplan für den „Ernstfall“ erarbeitet werden.

Intensive Stabilisierende Therapie zur AbstinenzSicherung (ISTAS)

Für Patientinnen und Patienten mit kürzeren Therapiezeiten, die meist Therapie-, Rückfall- und Abstinenzerfahrung haben, bieten wir ein spezielles Angebot: die Intensive Stabilisierende Therapie zur AbstinenzSicherung (ISTAS). Bei dieser Patientengruppe, die in einem Haus untergebracht ist, liegen die Therapieschwerpunkte beim Thema Rückfall und dessen Aufarbeitung. Wir führen mit Ihnen eine Rückfallanalyse durch, um dann gemeinsam mit Ihnen Bewältigungsstrategien für den „Ernstfall“ zu erarbeiten. Ziel unserer Therapie ist es, Sie für Ihre persönlichen Risikosituationen zu sensibilisieren und Ihre Fähigkeit zu stärken, Stress und Probleme zu bewältigen. Zum Ende der Behandlung ist das 14-tägige Rückfallpräventionstraining (RPT) geplant.

Erlebnistherapie

In der Erlebnistherapie werden überwiegend Elemente aus dem Outdoorbereich genutzt. Hierzu gehören Interaktionsspiele, Klettern im Niedrigseilgarten und am Kletterturm, Bogenschießen und ein- bis dreitägige Touren, welche zum Teil von den Patientinnen und Patienten selbst organisiert werden. Durch das unmittelbare Erleben der ungewohnten Situation können sie aus ihren alten Verhaltensmustern ausbrechen, neue Strategien entwickeln und die Lernerfahrungen auf Alltagssituationen übertragen. Körperliche Herausforderungen und Grenzen werden erfahren, gruppendynamische Prozesse initiiert und Problemlösungen erarbeitet.

Kombitherapie

Sollten Sie mit einem ambulanten oder ganztägig-ambulanten Kooperationspartner eine Kombitherapie (Kombination aus ambulant und stationär) vereinbart und bei Ihrem Kosten- und Leistungsträger beantragt haben, können Sie den stationären Abschnitt gerne bei uns durchführen. Die Behandlung beginnt mit der stationären Phase in der Fontane-Klinik. Ziel ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Sie den ambulanten Therapieabschnitt körperlich und psychisch stabil und ohne Rückfall bewältigen. Im Anschluss können die stationären Therapiefortschritte während der ambulanten Entwöhnungsbehandlung weiterentwickelt werden.

Patientinnen und Patienten mit schweren Folgeschäden

Werden Suchtmittel über lange Zeit konsumiert, können sie einzelne Organe oder gesamte Organsysteme so schädigen, dass es zu akuten und chronischen Erkrankungen kommt. Häufig handelt es sich dabei um Schädigungen der Leber und des Gehirns, Gefühlsstörungen in den Beinen und Gangunsicherheit sowie Herzerkrankungen. Im Rahmen der Therapie behandeln wir gezielt Themen, die Ihr tägliches Leben prägen: Bewältigung von Krankheitsfolgen im Alltag, Informationen zu den Erkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten, Ernährungsberatung, Unterstützung bei der Regelung behördlicher Angelegenheiten, Besprechung von Nachsorgemöglichkeiten und Unterstützung beim nahtlosen Umzug in eine geschützte Umgebung. Das Tagesprogramm fördert mit optimalem Wechsel von Therapie- und Entspannungsphasen Ihre Erholung und Genesung, unterstützt durch intensive Physiotherapie nach Maß.

Ernährungsberatung

In unseren modernen Lehrküchen bieten wir allen Patientinnen und Patienten therapiebegleitende Ernährungsseminare an. Darüber hinaus haben wir Spezialangebote entwickelt, die sich an Menschen jeden Alters mit Essstörungen, Übergewicht, spezifischen Stoffwechselstörungen oder Folgeschäden wenden.

Senioren

Besonders ältere Menschen sind häufig von somatischen Begleiterkrankungen betroffen, die zu körperlichen und geistigen Defiziten führen. Im Rahmen einer individuellen Therapie, die speziell auf Ihr ganz persönliches Leistungspotential ausgerichtet ist, fördern wir Geist und Körper mit gezielten Trainingsprogrammen (Gedächtnistraining) und physiotherapeutischen Angeboten. Besonders wichtig ist uns dabei, mit strukturierenden Ritualen Halt zu geben und wechselnde Ansprechpartner zu vermeiden.