Vorhandene Kräfte fördern –
neue Wege entdecken.

ADS & ADHS – DEN ALLTAG OPTIMAL GESTALTEN

Kinder, die unter Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen oder hyperkinetischen Störungen leiden, zeigen in vielen Lebensbereichen ein durchgehendes Muster von Unaufmerksamkeit, Überaktivität und Impulsivität. Entsprechend maßgeschneidert ist unser Therapiekonzept mit seiner Ausgewogenheit, seinem wiederkehrenden Tagesablauf, dem Einbezug der Eltern und seinen vielfältigen bewegungs- und erlebnistherapeutischen Angeboten. Unser Ziel ist es, Kinder im Rahmen einer Lerntherapie positiv zu motivieren, sich mit Freude und Konzentration Aufgaben zu widmen. Darüber hinaus bieten wir Hilfestellungen für konkrete Alltagssituationen, die einen optimalen Umgang mit der eigenen Besonderheit fördern. Bei Bedarf klären wir auch über eine Behandlung mit Medikamenten auf oder optimieren diese.

BINDUNGSSTÖRUNGEN – MEHR SICHERHEIT FÜR EIN GUTES MITEINANDER

Wir erleben Kinder mit sicheren und unsicheren Bindungserfahrungen. Die Folgen können entweder verarmte oder auch überschießende emotionale Reaktionen sein, welche nachhaltig psychische Gesundheit, soziale Beziehungen und die Teilhabe am Leben prägen. Das Hauptziel unserer Therapie ist die Herstellung eines entwicklungsfördernden familiären Miteinanders in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung. So zielen Familiengespräche, Eltern- Kind- Therapien und Einzelberatungen dahin, kindliche Bedürfnisse wahrzunehmen, zu beantworten und mit den Bedürfnissen und Verhaltensweisen der Eltern abzustimmen.

POSTTRAUMATISCHE STÖRUNGEN – HALT IN EINEM SICHEREN UMFELD

Entscheidende Lebensveränderungen oder traumatische Erlebnisse können gerade in jungen Jahren zu schweren emotionalen Belastungen führen: Bei behandlungsbedürftigen posttraumatischen Belastungsstörungen und Anpassungsstörungen kommt es stets zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Aktivität und Teilhabe am Leben. Deshalb steht im Vordergrund unserer Therapie das Wiederherstellen eines sicheren Rahmens, in welchem das Trauma und belastende Situationen verarbeitet werden können. Eine wichtige Rolle spielen dabei der Halt durch die Eltern sowie die soziale Unterstützung im Lebensumfeld. Unser Ziel ist es, die Fähigkeit des Kindes zur Bewältigung zu unterstützen und sein Selbsthilfepotential zu stärken. Bei Bedarf begleiten wir die Behandlung mit Medikamenten und vermitteln Nachsorgemöglichkeiten.

ADIPOSITAS – MEHR LEBENSQUALITÄT DURCH INTEGRATION

Übergewicht und Adipositas können schon bei Kindern und Jugendlichen zu ernsthaften körperlichen und seelischen Folgeerkrankungen führen und ihre Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und soziale Integration einschränken. Unsere spezifische Therapie beinhaltet u. a. Kinderpsychotherapie, Körper-, Kreativ- und Ergotherapie, Psychoedukation, Eltern- Kind- Interaktion, Sport, Ernährungsberatung, inkl. praktischer Lehrküche und bei Jugendlichen Soziotherapie. Dadurch wird eine Stärkung von Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit und Handlungskompetenz ermöglicht.

ESSSTÖRUNGEN – DAS ESSEN ZUR ERNÄHRUNG NUTZEN

Gelegentlich schon im Kindes- und häufig im Jugendalter tritt bei Betroffenen ein selbst verursachter Gewichtsverlust (oder ein unzureichender altersentsprechender Zuwachs) auf, der mit der Überzeugung einhergeht, trotz Untergewichts zu dick zu sein (Anorexie). Seltener in der Altersgruppe leiden die Betroffenen an Essattacken, gefolgt von dem Versuch, dem dick-machenden Effekt durch unterschiedliche Verhaltensweisen (Erbrechen, Abführmittelmissbrauch, Fasten etc.) entgegenzuwirken – auch hier vor dem Hintergrund einer krankhaften Furcht, zu dick zu werden (Bulimie). Der Erkrankungsbeginn liegt häufig im Jugendalter mit schwerwiegenden Auswirkungen für die körperliche und seelische Gesundheit sowie für den schulischen bzw. beruflichen Werdegang.
Zur Essstörungstherapie gehören neben Einzel- und Gruppentherapie u. a. das Führen eines Ernährungstagebuches, Hilfestellung beim Essen (z. B. geschützter Bereich im Speisesaal, Essensplan, Selbstversorgerküche), Ernährungsberatung, Gewichtsvertrag und regelmäßige Gewichtskontrollen. Auch die Einbeziehung der Eltern erleichtert einen nachhaltigen Erfolg, für den oft eine erweiterte Therapiedauer sinnvoll ist. Die Nachsorge wird frühzeitig gebahnt.

ENURESIS UND FUNKTIONELLE HARNINKONTINENZ – ABHILFE DURCH URSACHENERKENNUNG

Enuresis bezeichnet eine normale, vollständige Blasenentleerung am falschen Ort zur falschen Zeit. Bei Harninkontinenz kommt es zu ungewolltem Harnabgang mit Blasendysfunktion, der strukturell, neurogen oder funktionell bedingt sein kann. Das therapeutische Vorgehen wird individuell mit den Betroffenen und ihren Eltern abgestimmt: Je nach Bedarf werden Therapie mit Hilfe von Verhaltenstherapie, Apparaten und ggf. pharmakologische Therapie eingesetzt. Stehen Beziehungsstörungen zwischen Eltern und Kind bzw. andere komorbide Störungen (z. B. eine Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung) im Vordergrund, werden diese natürlich ebenfalls berücksichtigt.